Rückblick Krabbelstubenjahr 2013/14

Spiel mit feinem Sand

Siebe, kleine und mittlere Löffel und Kellen, Teekannen und anderes Material steht bereit für das Spiel mit Sand:
Es gibt keine Vorgaben, keine weiteren Erklärungen - nur die Neugier und die Lust am Tun.
Die Kinder zögern nicht lang, sondern nehmen sich gleich Werkzeuge und Sand. Dann geht es an die Arbeit: sie rühren und füllen, leeren und schütten den Sand von einem Behälter in den nächsten, dabei beobachten sie ganz genau, wie der Sand immerfort und unaufhörlich der Schwerkraft folgend nach unten fällt. Einfach beeindruckend!
Sand ist wie Wasser. Er fließt unaufhörlich und lässt sich ertasten.
Sand lässt sich auch glattstreichen, verstreuen, man kann Bilder in den Sand malen, ihn anfassen, kühl auf der Haut spüren oder warm in den Händen. Es ist großartig zu sehen, wie er in einer Kelle bleibt, wenn sie sich bewegt oder wie er geschwind zwischen den Löchern einer Kelle hindurchrieselt.


 

Frühling

Frühling

Kinder sind Entdecker und Forscher von Natur aus – im wahrsten Sinne des Wortes. Wir entdecken gemeinsam mit den Kindern die Welt vor unserer Krabbelstube. Wir genießen die ersten warmen Sonnentage:

FrühlingFrühling

Im Therapiegarten gibt es einen Barfußweg, den die Kinder liebend gerne begehen. Am Interessantesten ist dabei die Holzwippe.      
Wir konnten im Schwesterngarten beobachten, wie die Äste der Bäume zurückgeschnitten wurden:

FrühlingFrühling
Frühling
 
Am Rückweg zur Krabbelstube kamen wir bei der MAWI (Materialwirtschaft) vorbei, wo gerade ein großer Lastwagen eine Lebensmittellieferung brachte. Da mussten wir natürlich stehen bleiben und beobachten, wie das so vor sich geht!

FrühlingFrühling
So schön in einer Reihe sieht man die Kinder selten ;-)!


Krippenatelier

Im Krippenatelier steht das Selbsterleben und Selbsterfahren im Mittelpunkt des Geschehens. Es geht nicht um ein fertiges Produkt, sondern um die Tätigkeit selbst. Seinem Gefühl zu folgen ohne eine bestimmte Erwartung(shaltung). Etwas selber tun, sich ausprobieren können. Das ist unsere Grundlage für die Arbeit mit den jungen Kindern. Im Fokus stehen Begeisterung, Genuss und das Erleben von „das kann ich!“.

Ein Kind macht immer Erfahrungen mit sich selbst und zugleich spürt und erfährt es die unterschiedlichsten Materialeigenschaften: die Hände patschen auf der Farbe herum, Finger werden in den Ton hineingesteckt, es fühlt, tastet, erkundet die Oberflächen, die Konsistenz.
Manche Kinder verspüren das Bedürfnis, die Farbe in das eigene Gesicht zu cremen, auf die Arme, den Bauch… und der Körper wird als Malunterlage genutzt. Dies alles sind intensive Erfahrungen mit dem größten Sinnesorgan, der Haut.

Unsere Aufgabe als Begleiterin(nen) besteht darin, die Kinder auf ihrem Weg zu beobachten, anzunehmen (im Ganzen) und zu begleiten. Wir versuchen, ihnen die Zeit zu geben, die jedes von ihnen braucht, um sich und sein Potenzial zu entdecken und zu aktivieren. Zeit, um sich selbst als auch den Raum kennen zu lernen. Zeit und Raum zu geben. Dafür braucht es eine freundliche, offene Haltung: Achtung, Wertschätzung und Respekt dem Kind gegenüber, wachsendes Vertrauen und eine innere Grundhaltung, die zum Kind spricht: So wie du bist, bist du in Ordnung!


Fest des hl. Nikolaus

Die gemeinsame Nikolausfeier ist immer ein besonderer Abend in der Krabbelstube. Gespannt warten die Kinder auf den Nikolaus.
Schon während der Adventfeiern spürten wir beim Singen unseres Nikolausliedes die Vorfreude der Kinder auf das Fest.

Und dann war es endlich so weit…





Erntedank im EntdeckungsRaum

Nach einem Spaziergang zum Apfelbaum, wo wir Äpfel klaubten und sie uns auch schmecken ließen, feierten wir eine kleine Erntedankfeier in der Kapelle des Klinikums.
Wenn Religion für Kinder sinnlich erfahrbar wird, ist eine tiefe Verankerung darin möglich. Kinder erleben in ihren ersten Jahren alles um sich herum über ihre Sinne – riechen, schmecken, fühlen, …
Je jünger Kinder sind, umso ganzheitlicher nehmen sie ihre Welt wahr.
Schon junge Kinder lassen sich von einer besonderen, einer „heiligen“ und heilenden Atmosphäre berühren.

„Danken woll’n wir für die Gaben,
die wir nun geerntet haben.
Für den Apfel danken wir,
Herr, wir danken dir!“
„Ich denke an dich,
ich erzähle von dir,
ich spüre, du bist bei mir!“

 


Start ins neue Krabbelstubenjahr

Die Eingewöhnung in die Krabbelgruppe ist ein längerer Prozess, der nicht an einem Tag stattfindet, sondern mehrere Wochen dauern kann. Je nach Temperament des Kindes wird die Eingewöhnung unterschiedlich ausfallen. Während ein Kind freudig und spontan auf neue Situationen eingeht, wartet ein anderes Kind ab oder kann auch ängstliche Verhaltensweisen zeigen. Längere Eingewöhnungszeiten sind demnach nicht als ungewöhnlich anzusehen.
Es ist fester Bestandteil unserer Konzeption, dass das Kind von seiner Bezugsperson in dieser besonderen Phase begleitet wird.
„Übergangsobjekte“ und der von den Eltern gestaltete Familienbilderrahmen sind für die Kinder sehr wichtig, da sie ein Stück „daheim“ verkörpern in dieser neuen, fremden Umgebung.

Die Abläufe in der Krabbelstube werden genauestens beobachtet – alles ist neu und unbekannt…

Die Kinder, die schon länger in der Gruppe sind, versuchen vorsichtig Kontakt zu den neuen Kindern aufzunehmen. „Wer bist Du? Wie bist Du mir gesinnt?“ fragen ihre Blicke. Sie gehen sehr liebevoll und fürsorglich miteinander um, trösten manchmal sogar die weinenden Kinder: „Papa kommt gleich!“