Eingewöhnung nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“


Wir, die Krabbelstube Frankenburg, arbeiten in Anlehnung nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“.

Dazu ein paar Informationen, um sich mit der bevorstehenden Eingewöhnung besser auseinander setzen zu können.

Für alle Beteiligten ist die Eingewöhnung mit großen Herausforderungen verbunden und stellt daher oftmals eine Belastung sowohl fürs Kind als auch für die Eltern dar.
Daher ist es umso wichtiger die Eingewöhnung so sensibel und langsam als möglich zu gestalten.


Rahmenbedingungen zur Eingewöhnung:

Die Eingewöhnung sollte idealerweise täglich von derselben Bezugsperson begleitet werden.
Diese Beständigkeit und ein geregelter Tagesablauf auch während der Eingewöhnungszeit sind für die Kinder wichtig, um sich mit den vielen Änderungen in ihrem Leben anzufreunden.

Besitzt das Kind ein Schmusetuch, einen Lieblingsteddy oder einfach nur einen Schnuller, den es sich zur Beruhigung holen kann – so ist dies unbedingt in die Krabbelstube mitzubringen.
Diese sogenannten „Übergangsobjekte“ geben dem Kind Sicherheit/ Geborgenheit und können somit den Übergang wesentlich erleichtern.


Dauer der Eingewöhnung:

Jedes Kind (inklusive seinen Eltern) bestimmt die Dauer der Eingewöhnungszeit selbst. Je nach bisherigen Trennungserfahrungen des Kindes, seinem individuellen kindlichen Verhalten und Temperament dauert die Phase der Eingewöhnung unterschiedlich lange.

Die ersten Tage in der Einrichtung ist das Kind jeweils zwei Stunden in Begleitung einer Bezugsperson anwesend. Die Bezugsperson nimmt sich in dieser Zeit etwas zurück, tritt in den Hintergrund, ist für das Kind aber immer griffbereit.
Somit hat die Pädagogin die Möglichkeit sich beispielsweise mit Hilfe eines Spielangebotes dem Kind zu nähern und erste Kontakte zu knüpfen.

Sind die ersten Tage vom Kind gut angenommen worden und hat es sich auch auf die neuen Bezugspersonen bereits eingelassen, beginnt die Phase der kurzen Trennungen.
In der nächsten Zeit wird die Bezugsperson anfangs für kurze, später für längere Zeit aus der Gruppe geschickt.
Wichtig dabei ist, dass sie sich vom Kind verabschiedet. Ansonsten könnten Verlustängste beim Kind auftreten oder es fühlt sich alleine gelassen.

Die Trennungszeiten werden je nach Verhalten des Kindes schneller oder langsamer gesteigert.
Zusätzlich zum Verlängern der Trennungszeiten wird die Anwesenheitszeit des Kindes ausgebaut.

Wickelsituationen werden mindestens einmal während der Eingewöhnungsphase im Beisein der neuen Bezugspersonen durchgeführt.

Die Schlafsituation wird erst bei erfolgreich abgeschlossener Eingewöhnung eingeführt.


Ziel der Eingewöhnung:

Das grundlegende Ziel der Eingewöhnung besteht darin, dass das Kind eine positive, tragfähige Beziehung zu den neuen Bezugspersonen der Einrichtung aufbaut.
Dies ist eine wichtige Grundlage für den späteren Aufenthalt des Kindes beziehungsweise für die folgende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft.


Abschluss der Eingewöhnung:

Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn die Bezugsperson vormittags nicht mehr in der Einrichtung anwesend ist.
Für Notfälle ist sie jedoch jederzeit erreichbar.

Das Kind besucht gerne und bereitwillig die Einrichtung und lässt sich von den neuen Bezugspersonen auch trösten.

Es soll Spaß und Freude dabei empfinden, sich an Gruppenprozessen beteiligen und die wichtigsten Regeln des Hauses kennen.